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Leistungsinhalte der BEL II – Labialbogen, Feder, Verbindungselemente

Labialbogen werden manuell aus Draht gebogen und bereits vor der Herstellung der eigentlichen KFO-Basis mit Wachs auf dem Modell fixiert. Erst wenn dort alle Drahtelemente, Schrauben etc. positioniert sind, wird die Basis mit Kunststoff modelliert und später ausgehärtet. Man unterscheidet zwischen einfachem, modifiziertem und intramaxillären Labialbogen.

Typische Leistungsinhalte innerhalb der BEL II - Labialbogen, Feder, Verbindungselemente

BEL IIErläuterungenAuswirkung auf die Abrechnung
730 0 LabialbogenErläuterung zum Leistungsinhalt
intramaxillärer Labialbogen mit zwei Schlaufen



Der Labialbogen soll die Druckkräfte des Lippenbereiches auf die Frontzähne abfangen. Gleichzeitig können protrudierte Zähne bewegt werden.

An einem Labialbogen können zur Einzelzahnbewegung zusätzlich Einzelelemente (Federchen) angebracht werden.
Hier ist dann zusätzlich die Leistung BEL-II-Nr. 744 0 Metallverbindung (KFO) abrechenbar. Das verwendete Lot für die Metallverbindung ist nicht abrechenbar.

731 0 Labialbogen modifiziertErläuterung zum Leistungsinhalt
intramaxillärer Labialbogen mit mehr als zwei Schlaufen

Durch die größere Anzahl von gebogenen Schlaufen ist dieser Labialbogen für gezielte Einzelzahnbewegungen geeignet.
Die Abrechnung von Labialbögen erfolgt immer je Kiefer.

733 0 Feder, offen
Erläuterung zum Leistungsinhalt
Die L-Nr. 733 0 beinhaltet alle offenen Federn mit einer Retention, wie z.B. Protrusionsfeder, Interdentalfeder, Feder gekreuzt, auch aktiver Dorn oder Sporn.


Diese Position kann verschiedene Elemente beinhalten wie z.B. Protrusionsfeder, Retrusionsfeder („Rückholfeder“), Interdentalfeder, gekreuzte Feder, auch für den aktiven Dorn oder Sporn.


Die Leistung BEL-II-Nr. 733 0 Feder, offen, kann eine Metallverbindung (BEL-II-Nr. 744 0 Metallverbindung (KFO)) auslösen und als orthodontisches Einzelelement zur Einzelzahn-/Sektorenbewegung.

734 0 Feder, geschlossen

Erläuterung zum Leistungsinhalt

Die L-Nr. 734 0 beinhaltet alle geschlossenen Federn mit zwei Retentionen, wie z.B.
Protrusionsbogen, Paddelfeder, auch Schlinge, Schlaufe.

Die Feder ist ein orthodontisches Hilfsmittel zur Einzelzahn- oder Sektorenbewegung.

Unter der BEL-II-Nr. 734 0 Feder, geschlossen sind alle zweiseitig verankerten Federn, wie z. B. Protrusionsbogen, Paddelfeder, Schlinge, Schlaufe usw. zusammengefasst. Wird eine Feder angelötet, so ist hierfür die BEL-II-Nr. 744 0 Metallverbindung (KFO) zusätzlich ansetzbar.


740 0 Verbindungselement/intramaxillär

Erläuterung zum Leistungsinhalt

Die L-Nr. 740 0 beinhaltet ein intramaxilläres Verbindungselement, wie z.B. Coffin-Feder, Transversalbügel, orthodontischer Lingual- oder Palatinalbogen, Verbindung zwischen Basisteilen.


Bei dieser Leistung kommt es häufig zu Metallverbindungen.

Der „orthodontische Lingual- oder Palatinalbogen“ kann ähnliche Funktionen wie der Transversalbügel, z. B. bei der Fertigung eines „Quad-Helix“-Gerätes, erfüllen. Mögliche Transversalbügel werden entweder direkt an konfektionierte oder individuell gefertigte Bänder angelötet (Fixierung). Unter Umständen werden diese unter Zuhilfenahme von Röhrchen etc. zum Zwecke der Aktivierbarkeit abnehmbar gefertigt. Eine Coffin-Feder verbindet die beiden Teile eines kieferorthopädischen Gerätes miteinander, indem sie an ihren beiden Enden im Kunststoff verankert ist.
741 0 Verbindungselemente/intermaxillär

Erläuterung zum Leistungsinhalt

Die L-Nr. 741 0 beinhaltet Verbindungselemente, wie z.B.
- U-Bügel
- Federbügel
- Doppelplattensteg


Erläuterungen zur Abrechnung

Die L-Nr. 741 0 ist je Paar einmal abrechenbar.
Die Erneuerung eines Elementes ist nach der L-Nr. 863 0 abrechenbar.

Die Erneuerung eines Elementes ist nach der neuen BEL-II-Nr. 863 0 LE Erneuerung eines Elementes/intermaxillär abrechenbar.


Zu dieser Leistung erfolgte eine Klärung in einem gemeinsamen Rundschreiben seitens der KZBV:
„Ist eine Schraube nach Prof. Sander unter der L-Nr. 741 0 (Verbindungselement) abrechenbar?
In der Erläuterung zum Leistungsinhalt der L-Nr. 741 0 werden beispielhaft und damit nicht abschließend Verbindungselemente aufgeführt. Die Schraube nach Prof. Sander hat durch die angebrachten Führungssporne den Charakter eines Verbindungselements. Ein intermaxilläres Verbindungselement nach der L-Nr. 741 0 kann ein Konfektionsteil sein, individuell hergestellt werden, oder es kann ein Konfektionsteil mit einer individuellen Herstellung kombiniert werden. Die im Zusammenhang mit der Verwendung einer Schraube nach Prof. Sander erforderliche schiefe Ebene im Gegenkiefer ist, gemäß der Erläuterung zur Abrechnung der L-Nr. 703 0 nach L-Nr. 710 0 „Aufbiss“,  abrechenbar. Ist die Abrechnung eines Herbstschanieres an eine Kostenobergrenze gebunden? Neben den im individuellen Behandlungsfall erforderlichen Verankerungselementen nach L-Nr. 742 0 und den Metallverbindungen nach L-Nr. 744 0 ist das intermaxilläre Verbindungselement nach L-Nr. 741 0 abrechenbar. Aus den vertraglichen Bestimmungen, insbesondere der  Einzelleistungssystematik  des  BEL II - 2014 und unter Berücksichtigung der länderspezifischen Höchstpreise, kann keine Kostenobergrenze für die Herstellung eines Herbstscharnieres gefordert werden. Aufgrund individuell unterschiedlicher Gegebenheiten kann keine allgemeingültige Abrechnungssystematik für die Herstellung eines Herbstscharniers formuliert werden.“

(Quelle: Gemeinsames Rundschreiben zum BEL II – 2014 zur Klarstellung von Abrechnungsfragen im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung)

Stefan Sander