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Die Abrechnung von Implantatkronen im Bereich der Ausnahmeindikationen

Die Zahnersatz Richtlinien regeln in Verbindung mit dem SGB V die Regelversorgung mit Zahnersatz, Zahnkronen und Suprakonstruktionen durch die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärzte mit dem Ziel einer bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten.

Bei der Zahnersatz-Richtlinie 36a ist folgendes bei der Herstellung von Kronen zu berücksichtigen.

Auszug KZBV - Zahnersatz-Richtlinie:

Diese Richtlinien regeln gemäß § 92 in Verbindung mit §§ 73 Abs. 2 Nr. 2a, 56 Abs. 2 SGB V die Regelversorgung mit Zahnersatz, Zahnkronen und Suprakonstruktionen durch die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärzte (Vertragszahnärzte) mit dem Ziel einer bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten. Soweit in den nachfolgenden Richtlinien Aussagen zum Zahnersatz getroffen werden, gelten diese entsprechend für die Versorgung mit Zahnkronen und Suprakonstruktionen.
Auch für zahntechnische Leistungen gilt das Gebot der Wirtschaftlichkeit.


Wichtig zu wissen ist, dass die im BEL II aufgenommenen Leistungen für Suprakonstruktionen bei gesetzlich versicherten Patienten nur bei zwei Fallgruppen berechnet werden müssen. Diese sind:

1. Ausnahmefälle nach Nr. 36 der Zahnersatz-Richtlinien

•    bei zahnbegrenzten Einzelzahnlücken, wenn keine parodontale Behandlungsbedürftigkeit besteht, die Nachbarzähne kariesfrei und nicht überkronungsbedürftig bzw. überkront sind
•    bei atrophiertem zahnlosen Kiefer
•    bei generalisierter Nichtanlage von Zähnen

2. Ausnahmeindikation bei besonders schwierigen Fällen gemäß § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V

Besonders schwere Fälle liegen vor bei größeren Kiefer- oder Gesichtsdefekten, die ihre Ursache in Tumoroperationen, in Entzündungen des Kiefers, in Operationen infolge von großen Zysten (zum Beispiel große follikuläre Zysten oder Keratozysten), in Operationen infolge von Osteopathien, sofern keine Kontraindikation für eine Implantatversorgung vorliegt, in angeborenen Fehlbildungen des Kiefers (Lippen-,
Kiefer-, Gaumenspalten, ektodermale Dysplasien) oder in Unfällen haben, bei dauerhaft bestehender extremer Xerostomie, insbesondere im Rahmen einer Tumorbehandlung, bei generalisierter genetischer Nichtanlage
von Zähnen und bei nicht willentlich beeinflussbaren muskulären Fehlfunktionen im Mund- und Gesichtsbereich (zum Beispiel Spastiken).

Betrachten wir die Herstellung von Implantatkronen im Bereich der Ausnahmeindikationen einmal in der Abrechnung.


Arbeitsauftrag


Suprakonstruktion an Zahn 11 vestibulär keramisch verblendete Krone aus Nichtedelmetall (NEM)

BEL IIberechenbare LeistungenMengeAnmerkung
001 8Modell bei Implantatversorgung1Gegenbissmodell
001 8Modell bei Implantatversorgung1ggf. Kontrollmodell
001 8Modell bei Implantatversorgung1Arbeitsmodell
012 8Mittelwertartikulator bei Implantatversorgung1
102 8Krone für vestib. Verbl. bei Implantatversorgung1
162 8vestib. Verbl. Keramik bei Implantatversorgung1
163 8Zahnfleisch Keramik bei Implantatversorgung1Herstellen von Zahnfleischpartien aus Keramik zum Ausgleich von Alveolaratrophien, Kieferdefekten und Stellungsanomalien in Verbindung mit einer Verblendung.
933 8Versandkosten bei Implantatversorgung2nicht im Praxislabor
970 0Verarbeitungsaufwand NEM-Legierung1
Mat. Implantatmaterial1

Werden bei diesem Auftrag Leistungen erstellt, welche nicht in der BEL beschrieben sind, ändert sich die Versorgungsform in die gleichartige Versorgung. Die zusätzlichen Leistungen sind dann detailliert über die jeweilige BEB aufzuführen.


Zahntechnikermeister
Stefan Sander